Erhebung aller gesundheitlichen Aspekte der Vergangenheit einschließlich der Familienvorgeschichte sowie der aktuellen Beschwerden.
Arbeitsmedizin
Die Arbeitsmedizin ist das Fachgebiet der Medizin, das sich in Forschung, Lehre und Praxis mit der Untersuchung, Bewertung, Begutachtung und Beeinflussung der Wechselbeziehungen befasst zwischen
Anforderungen, Bedingungen und Organisation der Arbeit sowie dem
Menschen, seiner Gesundheit, seiner Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit und seinen Krankheiten.
Arteriosklerose
Unter Arteriosklerose (auch Atherosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung) versteht man eine Systemerkrankung der Schlagadern (Arterien), die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in den Gefäßwänden führt.
Audiometrie
Mit Audiometrie werden Verfahren bezeichnet, die Eigenschaften und Parameter des Gehörs vermessen. Sie dienen der Diagnose von Erkrankungen der Hörorgane und zur Erforschung dieser Organe.
Auflichtmikroskopie
Die Auflichtmikroskopie ist ein Verfahren der Mikroskopie. In der Medizin findet das Verfahren Verwendung bei der Dermatoskopie, bei der Dermatologen Hautveränderungen ihrer Patienten durch ein Hand-Auflichtmikroskop begutachten.
Augendruckmessung
Der Augendruck oder Augeninnendruck wird durch das Kammerwasser aufgebaut. Der Wert für einen normalen Augendruck liegt zwischen 10 und 21 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule). Nach oben abweichende Werte finden sich häufig beim Grünen Star (Glaukom), bei dem der Sehnerv allmählich geschädigt wird und es langfristig bis zur Erblindung kommen kann.
Bei ias PREVENT wird der Augendruck berührungsfrei durch ein Non-Contact-Tonometer gemessen.
B
Blutbild
Das Blutbild zeigt die Ergebnisse der Zählung von im Blut enthaltenen zellulären Bestandteilen (roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen).
Blutdruckmessung
Bei der Blutdruckmessung ermittelt man mit Hilfe eines technischen Verfahrens den Druck in einem Blutgefäß. In der täglichen Praxis geschieht dies mit einem Blutdruckmessgerät mit Oberarmmanschette, bei dem die Strömungsgeräusche beim Druckablassen abgehört werden (Verfahren nach Riva-Rocci).
Die wichtigsten Blutgefäße sind Arterien (sie transportieren sauerstoffreiches Blut vom Herzen in die Peripherie) und Venen (sie führen das Blut zum Herzen zurück).
Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
Bei der Blutsenkungsreaktion handelt es sich um ein unspezifisches Suchverfahren bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen oder einen Labortest zu deren Verlaufsbeurteilung.
C
Cholesterin
Das Cholesterin (auch Cholesterol) ist ein in allen tierischen Zellen vorkommender Naturstoff. Cholesterin ist ein lebenswichtiges Lipid und ein wichtiger Bestandteil der Plasmamembran. Im Blut wird es gebunden an Lipoproteine (z. B. HDL-/LDL-Cholesterin) transportiert.
Computertomografie
Die Computertomografie (CT) ist die rechnerbasierte Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes, um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen. Es handelt sich dabei um ein schnittbildgebendes Verfahren.
CRP
Das CRP oder C-reaktive Protein ist ein Entzündungsmarker im Blut.
D
Darmkrebsvorsorge
Darmkrebs ist heilbar, jedoch nur, wenn er frühzeitig erkannt wird. Bei etwa 90% aller Fälle entsteht Darmkrebs aus vorerst gutartigen Darmpolypen. Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen sind Stuhltestbriefchen auf occultes Blut und die Darmspiegelung.
Darmspiegelung
Wichtigste Art der Darmspiegelung ist die Koloskopie (umgangssprachlich Darmspiegelung). Sie dient der Untersuchung des Dickdarmes und meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarmes und wird mit einem flexiblen Endoskop durchgeführt.
Diabetes
Hauptform der Diabetes ist der Diabetes mellitus (auch Zuckerkrankheit), bei dem die Glukosekonzentration im Blut chronisch erhöht ist.
E
Eisenstoffwechsel
Eisen ist das häufigste Spurenelement im menschlichen Körper. Der Gesamteisenbestand beträgt beim Erwachsenen ungefähr vier bis fünf Gramm, davon befindet sich etwas mehr als die Hälfte, etwa 2,5 Gramm im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff.
Eiweiß
Proteine, umgangssprachlich auch Eiweiße genannt, sind aus Aminosäuren aufgebaute Makromoleküle. Proteine gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen.
EKG
Das Elektrokardiogramm (EKG) ist die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern. Aus dem EKG können Herzfrequenz, Herzrhythmus und der Lagetyp bestimmt und es kann die elektrische Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern abgelesen werden. Für die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen wie Extraschlägen (Extrasystolen) und Störungen der Erregungsleitung und -ausbreitung (z. B. Schenkelblock und AV-Block) ist das EKG ebenso unverzichtbar wie zur Erkennung eines Herzinfarktes.
Elektrolyte
Alle höheren Lebensformen halten ein subtiles und komplexes Elektrolytgleichgewicht zwischen ihrem intrazellulären (in ihren Zellen) und extrazellulären (außerhalb oder zwischen ihren Zellen) Milieu aufrecht. Gemessen werden die Elektrolyte über Blut- und Urintests.
Elektrophorese
Elektrophorese bezeichnet die Wanderung elektrisch geladener Teilchen durch einen als Trägermaterial dienenden Stoff in einem elektrischen Feld. Angewandt wird die Elektrophorese vor allem als Analyseverfahren in der Biologie und Medizin.
Erythrozyten
Die roten Blutkörperchen sind die häufigsten Zellen im Blut von Wirbeltieren. Die Aufgabe der roten Blutkörperchen ist der Sauerstofftransport im Blutgefäßsystem. Sie nehmen in den Lungenkapillaren oder Kiemen den Sauerstoff auf und transportieren ihn über den arteriellen Kreislauf bis in die arteriellen Kapillaren der Gewebe und Organe, wo der Sauerstoff an die Zellen wieder abgegeben wird.
Evidenzbasierte Medizin
Evidenzbasierte Medizin (EbM) ist jede Form von medizinischer Behandlung, bei der patientenorientierte Entscheidungen ausdrücklich auf der Grundlage von nachgewiesener Wirksamkeit getroffen werden. Der Wirksamkeitsnachweis erfolgt dabei durch statistische Verfahren. Unter Praxis der EbM im engeren Sinne versteht man eine Vorgehensweise des medizinischen Handelns, individuelle Patienten auf der Basis der besten zur Verfügung stehenden Daten zu versorgen.
F
Fachärzte für Innere Medizin
Die Innere Medizin befasst sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, konservativen und interventionellen Behandlung sowie Rehabilitation und Nachsorge von Gesundheitsstörungen und Krankheiten der Atmungsorgane, des Herzens und Kreislaufs, der Verdauungsorgane, der Nieren, des Blutes und der blutbildenden Organe, des Gefäßsystems, des Stoffwechsels und der inneren Sekretion, des Immunsystems, des Stütz- und Bindegewebes sowie von Infektionskrankheiten, Vergiftungen, soliden Tumoren und hämatologischen Neoplasien, der Überwachung und Therapie von Schwerstkranken und dem Einfluss von Training und Sport auf den gesunden und kranken Menschen.
Um in Deutschland die offizielle Bezeichnung des Facharzt für Innere Medizin (oder wahlweise auch "Internist") tragen zu dürfen, muss ein Arzt eine Weiterbildung von mindestens fünf Jahren in einer anerkannten Weiterbildungsstätte mit einer von den Landesärztekammern festgelegten Weiterbildungsordnung absolvieren und eine umfassende Prüfung vor der Landesärztekammer ablegen
Farbdoppler-Ultraschall
Sonografie, auch Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren in der Medizin zur Untersuchung von organischem Gewebe und technischen Strukturen. Ein wesentlicher Vorteil der Sonografie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen.
Die Aussagekraft der Sonografie kann erheblich durch die Anwendung des Dopplereffekts erhöht werden. Man unterscheidet eindimensionale Verfahren von zweidimensionalen, farbkodierten Anwendungen (Farbdoppler). Dopplerverfahren werden benutzt zur Bestimmung von Blutfluss-Geschwindigkeiten, zur Entdeckung und Beurteilung von Herzfehlern, Verengungen, Verschlüssen oder Kurzschlussverbindungen.
Flugmedizin
Die Flugmedizin beschäftigt sich mit dem Erhalt der Gesundheit bei Nutzung von Flugzeugen. Sie erstreckt sich über die Bereiche Flugphysiologie, Unfälle mit Fluggeräten, Gefahren durch Fluggeräte (Lärm, Schadstoffe), Reisevenenthrombosen, Jetlag, Flugangst, medizinische Notfälle, Flugrettung, Telemedizin, Reisekrankheit.
Die Flugmedizin beschäftigt sich ebenfalls mit den psychologischen und physiologischen Tests für die Personalauswahl. Berufs- und Privatpiloten müssen sich in regelmäßigen Abständen von einem Flugmediziner untersuchen lassen.
G
Gastroenterologie
Die Gastroenterologie befasst sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Diagnostische und therapeutische Maßnahmen bei gastroenterologischen Erkrankungen werden häufig endoskopisch, das heißt in Form einer Magen- oder Darmspiegelung durchgeführt. Hierbei können auch kleinere Operationen wie Abtragung von Tumoren, Unterbindung blutender Gefäße oder Einbringung von Stents oder Prothesen zur Wiedereröffnung verschlossener Darmanteile erfolgen.
Gastroskopie
Die Gastroskopie (umgangssprachlich Magenspiegelung) ist eine medizinische Untersuchungsmethode des oberen Teils des Verdauungstrakts. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, das Innere der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms anzusehen. Dabei lassen sich kleine Gewebeproben aus der Schleimhaut für mikroskopische Untersuchungen entnehmen und zusätzlich Fremdkörper, größere Gewebebereiche oder Polypen entfernen.
Glaukom
Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Charakteristisch ist ein kontinuierlicher Verlust von Nervenfasern, was am Sehnervenkopf bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf als zunehmende Aushöhlung sichtbar wird. Als Folge entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle und im Extremfall eine Erblindung des Auges. Als wichtigster Risikofaktor wird ein zu hoher Augeninnendruck angesehen.
Glucose
Glucose ist ein Einfachzucker (Monosaccharid) und gehört damit zu den Kohlenhydraten. Die Glucose im Blut wird als Blutzucker bezeichnet. Ein wiederholt oder dauerhaft erhöhter Blutzuckerwert weist in der Regel auf Diabetes mellitus hin.
GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte)
Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) regelt die Abrechnung aller medizinischen Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Damit ist sie die Abrechnungsgrundlage sowohl bei Privatpatienten als auch für alle anderen ärztlichen Leistungen, die von einem in Deutschland approbierten Arzt in Rechnung gestellt werden.
Die GOÄ ist unterteilt in fachgebietsbezogene Abschnitte. In diesen Abschnitten werden mögliche Leistungen des Arztes durch Ziffern definiert.
H
Hämoccult-Test
Der Guajakbasierte Stuhlbluttest oder kurz Guajak-Test dient zum biochemischen Nachweis von makroskopisch nicht sichtbarem (okkultem) Blut im Stuhl. Obwohl der Test nicht sehr empfindlich ist, lässt sich durch die breite Anwendung von wiederholten Tests die Sterblichkeitsrate bei Darmkrebs um etwa 20 % senken. Jeweils zwei kleine Stuhlproben von drei aufeinanderfolgenden Stuhlgängen werden auf mit Guajakharz imprägnierte Filterpapiere gestrichen und anschließend mit Wasserstoffperoxid-Lösung betropft. Bei Anwesenheit von Blut im Stuhl kommt es zur Blaufärbung des Teststreifens. Der Test gilt als positiv, wenn mindestens eines der Testfelder nach Entwicklung eine Blaufärbung zeigt.
HbA1c
Der Anteil HbA1c in Prozent vom gesamten roten Blutfarbstoff Hämoglobin wird in der Medizin zur Verlaufskontrolle von Patienten mit Diabetes mellitus verwendet. Der HbA1c-Wert spiegelt die Blutzuckerwerte der letzten acht Wochen wider. Das HbA1c wird bei Patienten mit Diabetes mellitus alle drei Monate als Maß für den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel gemessen („Langzeit-Blutzucker").
HDL-Cholesterin
High Density Lipoproteine (HDL) transportieren überschüssiges Cholesterin aus den peripheren Geweben (z. B. Arterienwand) zurück zur Leber. Hier wird das Cholesterin dann über die Galle ausgeschieden. Da HDL die Fähigkeit hat, peripheres Cholesterin der Leber zuzuführen, wird ihm eine besondere Bedeutung bei der Prävention von Arteriosklerose zugesprochen. Umgangssprachlich nennt man das im HDL enthaltene Cholesterin auch das „gute" Cholesterin - im Unterschied zu dem im LDL enthaltenen Cholesterin.
Hirnversorgende Arterien
Die Blutversorgung des Gehirns dient der Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Glucose sowie dem Abtransport von Stoffwechselprodukten und Kohlenstoffdioxid. Der Zufluss zum Gehirn wird beim Menschen und bei den meisten übrigen Säugetieren durch vier große Schlagadern gewährleistet. Je zwei liegen auf jeder Seite des Halses, vorn die Halsschlagader und hinten die Wirbelsäulenarterie. Der Abfluss erfolgt über gleichnamige Venen.
Homozystein
Erhöhte Blutwerte für Homozystein wurden gleichzeitig mit einer Schädigung der Blutgefäße beobachtet. Es besteht auch ein möglicher Zusammenhang mit Demenzerkrankungen im Alter. Homozystein entsteht im Stoffwechsel als Zwischenprodukt. Eine milde Erhöhung des Homozysteins im Blut findet sich bei 5 bis 7 % der Allgemeinbevölkerung und ist damit also nicht selten. Erhöhte Homozysteinwerte findet man auch bei Alkoholkonsum, Rauchen, häufigem Genuss von Kaffee, Bewegungsarmut und Übergewicht.
K
Kardiologie
Kardiologe ist in den deutschsprachigen Ländern eine berufsrechtlich geschützte Bezeichnung, die nur von Ärzten geführt werden darf, die im Rahmen einer speziellen Weiterbildung besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Kardiologie erworben und nachgewiesen haben. Die Kardiologie konzentriert sich nicht nur auf die angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, sie befasst sich auch mit dem Blutkreislauf und den herznahen Blutgefäßen. Der daraus abgeleitete Begriff der Herz-Kreislauf-Erkrankungen beinhaltet auch Bluthochdruck, Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit und viele andere Erkrankungen.
Körperfettanalyse
Der Körperfettanteil gibt den Fettgehalt im Körper an. Einen allgemein gültigen Wert, der geschlechterübergreifend und für alle Altersgruppen gilt, gibt es nicht. Die medizinischen Empfehlungen und Normwerte hängen von Alter, Geschlecht und Körperbau ab. Das Fettverteilungsmuster ist ausschlaggebend für das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Besonders nachteilig wirken sich hier Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen aus. Eine erste Selbstdiagnose ist einfach: Bauchumfang messen. Ein erhöhtes Risiko liegt für Frauen ab 80 cm vor. Bei Männern beginnt der Risikobereich ab 94 cm.
Die Laktatleistungsdiagnostik ist eine traditionelle Methode in der Sportmedizin, um die individuelle (Ausdauer-)Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Ihre Ergebnisse ermöglichen eine Leistungssteigerung durch individuelle Anpassung des Trainings. Im Laktatleistungstest werden Stufen definiert (entweder Zeit- oder Leistungsstufen), auf denen jeweils der Laktatwert im Blut gemessen wird. Durch diese Laktatwerte können wichtige Marker, insbesondere die aerobe bzw. anaerobe Schwelle, bestimmt werden.
LDL-Cholesterin
Low Density Lipoprotein (LDL) transportiert vom Körper selbst gebildetes Cholesterin von der Leber zu den Geweben und zirkuliert im Blut. Für einen kausalen Zusammenhang zwischen erhöhtem Cholesterinspiegel oder LDL-Cholesterin im Blut und der Arteriosklerose oder koronaren Herzkrankheiten sprechen verschiedene epidemiologische Untersuchungsergebnisse. Weil LDL die größten Cholesterinanteile im Blut transportiert, wird es oft und in umstrittener Weise als das „böse Cholesterin" [im Gegensatz zum „guten Cholesterin", dem High Density Lipoprotein (HDL)] bezeichnet.
Leberwerte
Als Leberwerte bezeichnet man eine Zusammenfassung mehrerer im Labor anhand einer Blutprobe bestimmter Werte, die Schädigungen der Leber anzeigen können. Ursache für einen Anstieg der Leberwerte können u. a. eine Vielzahl von Medikamenten, Erkrankungen, toxische Schädigung oder eine fettreiche Ernährung über einen längeren Zeitraum sein.
Leistungsdiagnostik
Die Leistungsdiagnostik gibt Auskunft über den Leistungsstand eines Sportlers und zeigt dadurch Ansatzpunkte für ein zielorientiertes Training auf. Eine Leistungsdiagnostik umfasst einen Teil der gesundheitsrelevanten Daten, wie z. B. EKG und Belastungs-EKG, Blutdruckverhalten in Ruhe, Belastung und Erholung und Lungenfunktionsdiagnostik. Ermittelt werden die Werte an sportartspezifischen Ergometern (Laufband, Fahrradergometer).
Die Magnetresonanzangiografie (MRA) ist ein bildgebendes Verfahren zur diagnostischen Darstellung von Blutgefäßen (Arterien und Venen) mit den Methoden der Magnetresonanztomografie (MRT). Typische Einsatzgebiete sind beispielsweise der Verdacht auf Gefäßverengung (Arteriosklerose), Gefäßverschlüsse (Embolien), Venenthrombosen, Gefäßerweiterungen (Aneurysmata), Gefäßfehlbildungen, Gefäße in Geschwülsten und andere Gefäßerkrankungen.
Magnetresonanztomografie
Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt, die eine Beurteilung der Organe und Gewebe erlauben. Grundlage sind extrem schwache elektromagnetische Felder, die von angeregten Atomkernen im Körper im Magnetfeld ausgesendet werden. Im Gerät wird keine Röntgenstrahlung erzeugt oder genutzt. Synonym zur Bezeichnung Magnetresonanztomografie wird auch der Begriff Kernspintomografie verwendet.
Mayo Clinic
Mayo Clinic ist eine US-amerikanische Non-Profit-Organisation mit Sitz in Rochester, Minnesota, und Betreiber der Mayo-Kliniken. Der Ansatz der integrierten Versorgung, eine stationäre Einrichtung und eine Praxisklinik zu kombinieren und dabei durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ein ganzheitliches konsiliarisches und klinisches Versorgungsangebot zu schaffen, wurde zum Vorbild zahlreicher Kliniken. Mayo Clinic gilt sowohl in der Behandlung als auch in der Forschung und Ausbildung als eine weltweit renommierte Einrichtung. (www.mayoclinic.com)
N
Non Contact-Tonometrie (NCT)
Eine Messung des Augeninnendrucks ohne Berührung zwischen Auge und Messinstrument stellt die Non-Contact-Tonometrie (NCT) dar. Der Augeninnendruck wird mittels eines Luftstroms gemessen.
O
Oraler Glukosetoleranz-Test (OGT)
Der orale Glukosetoleranz-Test (Zuckerbelastungstest) dient dem Nachweis einer gestörten Glukoseverwertung und der Frühdiagnostik des Diabetes mellitus. Er wird vor allem bei einer Erhöhung des Nüchternzuckers zwischen 100 und 125 mg/dl zur weiteren Einschätzung der Stoffwechsellage durchgeführt.
Testprinzip: Die Testperson trinkt nüchtern 300 ml einer Glukoselösung (enthält 75 g Glucose), davor und zwei Stunden danach wird der Blutzucker bestimmt. Der Normwert für den Nüchternzucker ist <100 mg/dl, der Zwei-Stunden-Wert liegt bei Menschen mit normalem Zuckerstoffwechsel <140 mg/dl. Bei einem Zwei-Stunden-Wert von 140—199 mg/dl spricht man von einer Glukosetoleranzstörung, bei einem Wert >200 mg/dl liegt bereits eine Zuckerkrankheit vor.
P
pH-Wert
Der pH-Wert ist ein Maß für die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung.
Im arteriellen Blut wird der pH-Wert durch die Atmung und durch Säurepuffer (Bicarbonat) der Niere sehr konstant gehalten und liegt normalerweise zwischen 7,35—7,45 normal. Die Haut des Menschen ist leicht sauer bei einem pH ≈ 5,5. Der Säuremantel ist ein Schutz vor Krankheitserregern. Seifen sind deutlich basisch und „trocknen" die Haut aus, sie entfernen die Fettschicht und greifen die Säureschicht an.
Pneumologie
Die Pneumologie oder Pulmologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Erkrankungen der Lunge und der Bronchien beschäftigt. Die deutsche Bezeichnung lautet Lungenheilkunde. Sie umfasst die Prophylaxe, Erkennung und konservative Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien sowie des Rippenfells.
Präventivmedizin
Unter Prävention versteht man Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten oder zur Reduzierung von Auswirkungen einer bestehenden Erkrankung. Sinnvolle Prävention setzt idealerweise schon vor der Manifestation einer Erkrankung durch Eindämmung von bekannten Risikofaktoren an. Präventive Maßnahmen können dabei sowohl Lebensstilveränderungen (z. B. Ernährung, Bewegung, Rauchverhalten) als auch eine medikamentöse Therapie (z. B. erhöhter Cholesterinwerte oder eines Bluthochdrucks) umfassen.
PSA-Test
Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Enzym, das als physiologisches Sekretionsprodukt der prostatischen Ausführungsgänge dem Ejakulat beigemengt ist und der Verflüssigung des Samens dient. Das PSA wird zur Früherkennung des Prostatakarzinoms eingesetzt. Es ist aber kein reiner Tumormarker, sondern ein Organmarker der Prostata, da sich häufig bei einer PSA-Erhöhung kein Prostatakrebs, sondern eine nicht bösartige Ursache (z. B. Prostataentzündung) findet.
Pulsoxymetrie
Die Pulsoxymetrie ist ein Verfahren zur nichtinvasiven Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigung über die Messung der Lichtabsorption bzw. der Lichtremission, die sich durch den Puls und die Farbe des Blutes, die wiederum von der Sauerstoffsättigung abhängt, ändern. Die Messung erfolgt mit einem Sättigungsaufnehmer am Finger oder am Ohrläppchen.
S
Sauerstoffsättigung
Die Sauerstoffsättigung (sO2) gibt an, wie viel Prozent des gesamten Hämoglobins (= roten Blutfarbstoffs) im Blut mit Sauerstoff beladen ist. Die Sauerstoffsättigung erlaubt somit u. a. indirekte Rückschlüsse auf die Funktion von Herz und Lunge. Die Sauerstoffsättigung kann entweder in einer Blutprobe oder nichtinvasiv mittels Pulsoxymeter bestimmt werden.
Schilddrüse
Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse, die sich am Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre befindet. In der Schilddrüse werden die jodhaltigen Schilddrüsenhormone gebildet, die eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel und das Wachstum einzelner Zellen und des Gesamtorganismus spielen. Eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse kann daher die Leistungsfähigkeit und das Allgemeinbefinden erheblich beeinträchtigen und vielfältige Beschwerden hervorrufen.
Schlafapnoe
Das Schlafapnoe-Syndrom ist durch wiederholte kurzzeitige Atemstillstände (= Apnoen) während des Schlafs gekennzeichnet, die während einer Nacht im Schlaflabor erfasst werden können. Dadurch verursachte Aufweckreaktionen verringern den Tiefschlaf und führen meistens zu einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang. Bei den Atemstillständen kommt es zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut und dadurch zu einer Belastung des Herz-Kreislauf-Systems.
Sonografie
Sonografie ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin. Ein wesentlicher Vorteil der Sonografie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Sie wird standardmäßig zur Untersuchung der Schilddrüse, des Herzens, der Gefäße und der Bauchorgane (z. B. Leber, Gallenblase, Milz, Nieren, Harnwege, Harnblase, Prostata/Gebärmutter) benutzt.
Spiroergometrie
Unter Spiroergometrie beziehungsweise Ergospirometrie versteht man die Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung. Die Atemgase (Sauerstoff, Kohlendioxid) werden in der Exspirationsluft (Ausatemluft) der Testperson analysiert. Die Testperson trägt dafür während der Belastung eine Gesichtsmaske, an die neben der Absaugstrecke für den Gasanalysator auch ein Volumensensor zur Messung des ventilierten Luftvolumens angeschlossen ist. Durch einen Vergleich mit Normwerten können aus den Ergebnissen der Spiroergometrie Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit des kardiopulmonalen Systems der Testperson gezogen werden. Außerdem ist die Bestimmung der ventilatorischen anaeroben Schwelle und des respiratorischen Kompensationspunkts möglich, die für die Trainingsberatung wichtig sind.
Spirometrie
Die am häufigsten durchgeführte Lungenfunktionsmessung ist die Spirometrie. Hierbei wird mit einem Flusssensor der Luftstrom beim Atmen gemessen. Neben der Ruheatmung wird bei der Spirometrie eine forcierte Aus- und Einatmung gefordert. Es lassen sich Messwerte wie Lungenvolumina und Atemstromstärken bestimmen und grafisch darstellen.